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Schwimmflügel – Über 50 Jahre Erfolgsgeschichte

Viele Ideen zu Erfindungen entstehen aus eigenen Erfahrungen und Unzufriedenheit mit vorhandenen Produkten oder Lösungen. So auch Bernhard Markwitz, der in den 50er Jahren die Idee zu den Schwimmflügeln hatte, wie wir sie heute noch kennen und benutzen. Eine echte Erfolgsgeschichte für den Hamburger Unternehmer. Aber wie kam es dazu?

Heute gibt es Schwimmhilfen aus vielen verschiedenen Materialien. Aufblasbare Schwimmflügel, Schwimmkörper aus Schaum oder gar nur aus Stoff. Doch der Erfinder der klassischen Schwimmflügel hatte es mit der richtigen Materialauswahl nicht einfach. Bernhard Markwitz aus Hamburg suchte lange nach passenden Fertigungsmöglichkeiten für seine Erfindung. Am Ende verhalf das Glück zum nötigen Erfolg.

50 Jahre Schwimmflügel Artikelbild

Schwimmflügel von BEMA

Markwitz betrieb ein Spirituosengeschäft in Hamburg. Die Familie lebte im eigenen Haus mit Garten und schickem Gartenteich. Dieser Teich war der Auslöser für die Idee, denn die Tochter der Familie stürzte im Alter von drei Jahren hinein und konnte vom Vater in letzter Sekunde gerettet werden – und brachte ihn auf die Idee mit den Schwimmflügeln.

Wer nicht schwimmen konnte, half sich bis dahin mit improvisierten Korkgürteln aus, die um den Bauch gebunden wurden. Besonders sicher war das nicht, denn Kork verleiht nicht sehr viel Auftrieb. Diesen Umstand wollte Markewitz verbessern und für mehr Sicherheit sorgen.

Von der Idee zur Produktion der Schwimmflügel gehen Jahre ins Land

friedola 14751 - Bema-Baby-Schwimmsitz - 1Der Erfinder wollte zunächst die Auftriebskörper weiter oben am Körper platzieren. Für eine vernünftige Balance boten sich da natürlich die Oberarme an. So ist gewährleistet, dass der Kopf auch immer über Wasser bleiben kann. Als Auftriebsmittel sollte lediglich Luft dienen und so machte er sich an die Konstruktion von aufblasbaren Schwimmhilfen.
Erste Experimente mit Fahrradschläuchen ließen nicht gerade Zuversicht aufkommen, bis er auf das Material PVC stieß. Stabil, flexibel und gut zu verarbeiten tüftelte Bernhard Markewitz lange herum, bis er die ideale Form der Schwimmflügel gefunden hatte. Es war bereits 1964, die Schwimmflügel waren fertig – aber leider fand sich kein Hersteller der den Schwimmflügeln eine Chance gab und diese herstellen wollte.

Wer nicht spielt, hat schon verloren

Nein, es soll jetzt nicht in einem Werbeartikel für Lotto enden, doch genau dieses Spiel brachte den Durchbruch für Bernhard Markewitz und seine Schwimmflügel. Er gewann 250.000 DM im Lotto (damals eine sehr hohe Summe) und investierte das Geld in seine Erfindung.
Erst sorgte er für die Patentierung, anschließend fand er mit der Firma Friedola in Frieda (Hessen) ein Unternehmen, das seine Vorstellungen umsetzen und die Schwimmflügel herstellen konnte.

BEMA – bekannter Name ohne viel Ausehens

Eine Idee für den Namen seiner Firma hatte Markwitz lange Zeit nicht. Eins seiner Kinder kam auf den Namen BEMA, eine Kombination aus den beiden ersten Buchstaben seines Vor- und Nachnamens.
Und so prangt der Name BEMA seit über 50 Jahren auf unzähligen Schwimmhilfen.